Der Politik-Vodcast: Vertraulich! „Unser Gesundheitssystem ist purer Sozialismus“
Shownotes
„Vertraulich!“ - Der Politik-Vodcast von BILD.
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00:00:00: Montag, April, ich bin Thomas Kausche und das sind die Themen des Tages aus dem BildNewsroom.
00:00:10: Die große Gesundheitsreform nimmt immer mehr Gestalt an.
00:00:13: Leistungen sollen gekürzt werden Beiträge erhöht werden Zuzahlung erhöht wird.
00:00:19: insgesamt sollen im nächsten Jahr zwanzig Milliarden Euro eingespart werden.
00:00:24: vieles davon und darüber sprechen wir jetzt mit Bildpolitik.
00:00:27: Chef Jan Schäfer trifft die Versicherten aber ausgerechnet die Krankenkassen.
00:00:32: Fast einhundert Krankenkassen, die wir in Deutschland haben, kommen vergleichsweise glimpflich davon.
00:00:37: Da sollen vierhundert Millionen an den Verwaltungskosten eingespart werden.
00:00:42: Also wird da nur herumgedockt hat oder ... Haben wir einen Systemfehler?
00:00:47: In der Tat, die Krankenkasten kommen bis jetzt sehr, sehr glimpflig davon.
00:00:52: Aber die Frage ist ohnehin sind die Krankenkrassen wirklich das große Problem?
00:00:58: um etwas Grundsätzlicheres.
00:00:59: Denn wir wissen ja, wir sind bei diesem Gesundheitssystem so wie es in Deutschland aufgebaut ist mehr oder weniger im sozialistischen System.
00:01:06: Es ist nahezu alles reguliert.
00:01:07: Wir betreiben oft Mangelverwaltung.
00:01:10: Nur mal ein Beispiel Wenn man zu einem Arzt geht dann hat der Arzt eine ganz klare Gebührenordnung nach Wasser abrechnen kann.
00:01:18: Also jede Leistung die er erbringt ist genau preislich festgelegt und es gibt viele Kassenärzte sogar teilweise umsonst behandeln, weil sie einen Patienten zweimal beispielsweise im Quartal sehen.
00:01:32: Aber für diesen Patienten nur ein bestimmtes Budget vorhanden ist, was dann schon ausgegeben ist.
00:01:37: Also der Arzt sagt okay du kannst noch ein zweites Mal kommen und im Januar da war es gerne auch mal im März.
00:01:42: ich behandle dich dann mal mehr oder weniger umsonsten Und in so einem System befinden wir uns und dass das natürlich mega Probleme hat Das ist kein Wunder.
00:01:49: Was machst du mit sozialistisches System?
00:01:51: Naja,
00:01:52: es ist alles vorgegeben und geregelt.
00:01:54: Wir sehen das.
00:01:55: für jede Leistung die erbracht wird gibt es einen bestimmten Preis wie ich gerade sagte.
00:01:59: aber niemand auf der anderen Seite Kennt diese Preise?
00:02:03: Nehmen wir mal ein sehr teures Beispiel.
00:02:05: Die Fahrt mit einem Rettungswagen, dem sogenannten RTW.
00:02:08: Die kostet ungefähr tausend Euro und einigen steht ein bisschen weniger in einen einigen mehr.
00:02:14: Wer weiß das schon!
00:02:15: Und es gibt umgekehrt eine Zuzahlung die liegt bei zehn Euro wenn man sie bezahlt.
00:02:19: Das heißt der gesetzlich versicherte denkt ach ich fahre jetzt für zehn Euro mit dem Krankenwagen.
00:02:24: viele, nein nicht viele.
00:02:26: einige holen sich lieber ein Krankenwagen, als dass sie im Taxi fahren.
00:02:29: Weil das Taxi vielleicht ins Krankenhaus dreißig Euro kosten würde.
00:02:32: beim Rettungswagen zahlen sie nur zehn.
00:02:34: aber Sie sehen die richtigen Kosten die entstehen gar nicht.
00:02:36: hängt auch damit zusammen, dass gesetzlich versicherte ja keine Rechnung bekommen wenn sie beim Arzt waren?
00:02:42: so dann hat man den Eindruck man geht umsonst zum Arzt, schließlich zahlt man ja Krankenkassengebühren.
00:02:47: Und das ist ein Problem, was wir in diesem System auch haben, spricht auch für Sozialismus.
00:02:51: niemand oder die allerwenigsten nur kennen die Warenkosten, die zum Beispiel einen Arztbesuch oder eine Fahrt im Rettungswagen verursacht.
00:02:59: Trotzdem stellt sich die Frage brauchen wir fast hundert Krankenkasten.
00:03:02: Drinneunzig sind es an der Zahl Verwaltungskosten von den dreineunzig Krankenkassens.
00:03:08: Es sind so viele Zahlen mal aufgeschrieben.
00:03:11: Die Kosten dieser Krankenkassen sind etwa dreizehn Milliarden Euro jährlich.
00:03:18: Das sind sechsunddreißig Millionen Euro am Tag!
00:03:21: Richtig, da ist immer die Frage, ist das zu viel vollkommen richtig?
00:03:26: Wenn man diese Kosten ins Verhältnis setzt, diese Verwaltungskosten, so ungefähr fünf, sechs, sieben Prozent der gesamten Ausgaben der Krankenkassen kann man mal sagen wenn man es mit der Wirtschaft vergleicht liegen die gar nicht so deutlich viel höher.
00:03:39: also Verweidungskosten dahin oder her, der kann man sicherlich ein bisschen was tun.
00:03:42: Was man tun kann ist natürlich wenn man weniger Krankenkassen hat, dann kann an den Top-Gehältern sparen.
00:03:46: wir wissen viele Krankenkassenschiffs die verdienen deutlich mehr als dreihunderttausend Euro pro Jahr.
00:03:52: klar
00:03:53: da kann
00:03:53: man einsparen ohne Frage.
00:03:55: aber am Ende glaube ich sind diese Kosten die da wegfallen nicht unbedingt der Kohl der sprichwörtliche der dann fett wird.
00:04:02: und wir sehen wieder Wir reden hier über das Wegstreichen von Krankenkassen.
00:04:07: Warum?
00:04:08: Weil es in dem System gar keinen Wettbewerb gibt, weil die Kassen eigentlich mehr oder weniger auch die gleichen Leistungen zu mehr oder wenig den gleichen Preisen anbieten.
00:04:15: Es gibt einen gesetzlich vorgegebenen Krankenkassensbeitrag und jetzt können einzelne Kassen noch... oder alle machen das ja auch, aber die den Zusatzbeitrag unterschiedlich festlegen.
00:04:24: Aber auch da sehen wir wenn man so reden CDU-Generalsekretär Kassenwindelmann sagt Ja ist lange eigentlich auch zehn Krankenkassen?
00:04:31: Ja es langen auch zehn.
00:04:32: normalerweise in einem marktwirtschaftlichen System würde man sagen Das regelt der Markt wie viele Kassen am Markt überleben.
00:04:38: Nein wir sind hier im sozialistischen System.
00:04:40: Hier kann der Staat sagen Wir brauchen eigentlich nur zehn und jetzt müssen wir mal gucken Wie wir von knapp hundert Kassen zu diesen zehn Kassen kommen.
00:04:46: Also auch da Es gibt schon nahezu kein Wettbewerb und man beraubt sich natürlich, indem man die Zahl der Kassen jetzt auch noch versucht zu senken eines zusätzlichen wettbewerklichen Elements.
00:04:58: Wenn es bisher nur gering war aber das fällt dann nachher zu auch weg?
00:05:01: Kassen argumentieren natürlich auch und sagen es gibt seventy Millionen gesetzlich Versicherte.
00:05:06: Das sind auch weiterhin seventy Millionen gesetzlich versicherte, egal ob es zehn Kassen sind oder ob es neunzig Kassen.
00:05:12: Das heißt die müssen betreut werden.
00:05:14: man braucht Mitarbeiter.
00:05:16: Es ist nicht alles nur Papierkram was der Anverwaltungskosten entsteht.
00:05:19: Genau die Kassen arbeiten aber auch zum Teil auf unterschiedlichen Systemen IT-Systeme.
00:05:22: Da kann man glaube ich vieles sagen die Kassens ja selbst oder sagen auch Experten Die Kassen beraten Vieles wahrscheinlich effizienter machen.
00:05:28: da ist auf jeden Fall Einspaltpotenzial.
00:05:30: und ob diese vierhundert Millionen, die sich erstrecken auf einige Jahre wirklich der Weisheitslester Schluss sind.
00:05:35: Das weiß ich auch nicht!
00:05:36: Ich glaube bloß am Ende müssen wir beim Gesundheitssystem, glaube ich, eher über eine andere Frage reden nämlich auch die Frage werden wirklich die Leistung zu dem Preis erbracht und weiß auch jeder was er eigentlich im Gesundheitssystem für Kosten verursacht?
00:05:51: man geht ja mal schnell zum Arzt.
00:05:54: Wir sehen das an den sehr vergleichsweise hohen Arztbesuchern, die die Deutschen leisten im Vergleich zu anderen Ländern weil man den Eindruck hat es kostet nicht viel.
00:06:01: Wir schimpfen so gerne auf die Privatversicherheit, wir wissen aber umgekehrt auch viele Behandlungen, die gesetzlich Versicherte bekommen können nur stattfinden weil die Arztpraxen auch Privatpatienten haben.
00:06:13: an denen können sie nämlich mehr verdienen.
00:06:15: und Ärzte sind am Ende Unternehmer.
00:06:16: da muss sich eine Praxis lohnen.
00:06:18: aber wenn sozusagen alles reglementiert ist wenn ich in einem sozialistischen System arbeiten muss das haben ja in der Geschichte ab und zu bei einigen Ländern erlebt funktioniert es auf Dauer nicht.
00:06:26: Das heißt, wenn wir wirklich Ärzte haben wollen, deren Praxen auch gut laufen die auch freiwillig aufs Land gehen dann müssen sie auch eine Verdienstmöglichkeit haben und zwar eine die sozusagen aus dem Unternehmertum heraus entsteht und nicht, weil der Staat sagt okay wenn du aufs Land gehst dann kriegste zwei tausend Euro mehr Prämie.
00:06:42: Also dieses System ist krank von vorne bis hinten und es ist sicherlich richtig wenn zum einen Patienten viel stärker über die Kosten, die sie für Ursachen auch aufgeklärt werden also eine Rechnung für jeden Arztbesuch bekommen einfach um mal zu sehen was kostet das eigentlich?
00:06:57: Die Selbstbeteiligung muss mutmaßlich auch steigen soll sich ja auch.
00:07:02: aber das ist genau richtig Um einfach auch ein bisschen mehr den Effekt zu haben, muss ich eigentlich wirklich mit jedem kleinen Beweichen zum Arzt gehen oder brauche ich auch automatisch wieder eine neue Salbe?
00:07:12: Oder kann ich das möglicherweise auch in Hausmitteln machen.
00:07:14: Also wir müssen runter von den dramatisch steigenden Kosten denn wir sind in einer älter werdenden Gesellschaft und da steigen die Kosten sowieso automatisch.
00:07:22: also ist jeder Effekt wünschenswert der zu einer Drosselung beiträgt und dass geht in der Regel nur über Wettbewerb nicht über Sozialismus.
00:07:33: Fast fünftig Jahre, neunzehntsiebzig.
00:07:35: Weißt du wieviel Krankenkassen es da gab?
00:07:37: Es war mit drei Hundert oder es waren... Ja!
00:07:39: Eintausend achthundertfünfzehn Krankenkassens gab es also vor ein paar Jahrzehnten noch.
00:07:44: jetzt sind wir bei dreinneunzig und zeigt ja auch dass selbst eine Konzentration das Problem nur nicht löst.
00:07:51: Genau so ist es, genau das was Du sagst.
00:07:53: und wenn mir jetzt zehn Kassen hätten dann hätten wir zehn Kasten.
00:07:56: aber die Probleme, dass es zum Beispiel zu wenig Ärzte auf dem Land gibt.
00:08:00: Dass Ärzten umsonst behandeln oder wenn sie jetzt noch sparen sollen mutmaßlich sagen wir behandeln also weniger Patienten das heißt die Wartezeiten eher noch länger werden.
00:08:10: dagegen kommt man auch nicht an mit einer Arztpraxis oder Termingarantie, das wird schwer sein.
00:08:15: Wenn es nicht genug Kapazitäten für Behandlungen gibt und wenn es sich für Ärzte auch nicht lohnt zu behandeln dann werden die Ärzten sagen sie machen das was nötig ist aber auch nicht mehr.
00:08:25: und am Ende leidet darunter einerseits der Arzt vor allem der Patient der richtig behandelt werden will und muss.
00:08:31: Jan Schäfer danke
00:08:33: gerne.
00:08:34: Das Innenministerium und das Bundeskriminalamt haben heute die aktuelle Kriminalstatistik vorgestellt.
00:08:40: Und Bildchef Reporter Nikolaus Habusch war dabei, Nikolauss!
00:08:45: Das Wesentliche haben wir hier auf dem Bild mit der Frage warum Sensorer und Afghanen so häufig gewalttätig?
00:08:53: Ja,
00:08:54: warum?!
00:08:55: Das war ein anschaulicher Moment in der Bundespressekonferenz, als der Bundesländernminister diese Grafik hier hochgehalten hat.
00:09:02: Haben Sie auch noch mal im Vollbild?
00:09:04: Es geht um die Gewaltkriminalität und zwar gibt es sogenannte tatverdächtigen Belastungszahlen.
00:09:10: Das sind Vergleichswerte jeweils pro hunderttausend Tatverdächte unter acht Jahren.
00:09:15: Und da wird eine Reaktion gestellt...
00:09:17: Nicht unter acht Jahre!
00:09:19: ohne die unter achtjährigen.
00:09:21: und da wird in Relation gestellt, wie verhalten sich die verschiedenen Nationalitäten oder Tätergruppen.
00:09:29: Und wenn wir jetzt hier vergleich bei der Gewaltkriminalität liegt Deutschland bei der Belastungszahl bei.
00:09:38: Und fast zehnmal so hoch liegen die Afghanen mit zwei tausend, zweieinhalbundfünfzig.
00:09:44: Und nochmal ein bisschen höher ist der Wert für die Syrer in der Gewaltkriminalität.
00:09:50: Das sind die Männer und hier rechts daneben das sind die Frauen?
00:09:54: Genau!
00:09:55: Also sowohl bei deutschen Tatverdächtigen als auch bei syrischen-afghanischen Tatverdechdingen spielen die weiblichen Tatverdigting praktisch keine Orle.
00:10:03: Die Vergleichszahlen liegen jeweils bei dreitausend zwanzigneunzehnt oder bei deutschen Staatsangehörigen, bei Sechzig.
00:10:11: Also relativ unbeachtlich aber eben sehr hoch teilweise fast zehnmal so hoch bei Syran und Afghanen.
00:10:22: Wurden
00:10:22: irgendwelche Erklärungsansätze geboten?
00:10:25: Ja wurden geboten und zwar jungmännig kriminell.
00:10:28: das war Das war hier der Tenor und dazu eben aus Gesellschaften, die sehr gewalt affin sind wie eben hier genannt die Syrer oder die Afghanen.
00:10:40: Ansonsten wurde vorgestellt während der Ausländeranteil in Deutschland bei fünfzehn Prozent der Bevölkerung liegt, liegt der Anteil der ausländischen oder nicht-deutschen wie die Statistik sagt den Nicht-Deutsch Tatverdächtigen bei fast dreiundvierzig Prozent.
00:10:58: Okay, gibt's auch irgendwelche positiven Nachrichten?
00:11:02: Ja.
00:11:03: Insgesamt waren die Zahlen etwas besser als im Vorjahr und daran kann man ablesen oder das kann man als Indikator dafür nehmen, dass die Grenzkontrollen Wirkung zeigen.
00:11:17: Das ist ein erster positives Ergebnis nach einem Jahr-Grenzkontrolle, die doch viel Kriminalität von Deutschland abhalten.
00:11:28: Wie muss es dann weitergehen?
00:11:30: Es gibt einen zweiten Punkt, der bei der Migrationswende noch völlig fehlt.
00:11:36: Aber nicht untergehend darf, das ist das Thema Abschiebung vor allen Dingen Abschieben von straffällig gewordenen Straftätern.
00:11:45: Denn wenn die Deutschland nicht verlassen, kommt es zu einer Menge von Folgestraftaten.
00:11:53: Nicolas Harbusch, danke!
00:11:55: Timmy, was tust du?
00:11:57: Ist die Schlagzeile bei Bild der Buckelwahl in der Ostsee macht ganz Deutschland verrückt.
00:12:02: Wobei wir uns natürlich auch fragen müssten ob wir bzw unser Mitgefühl die ganzen Rettungsversuche nicht Timmy verrückt machen.
00:12:10: Der Tag hatte so gut begonnen, heute Morgen um sieben Uhr fünf hat er sich alleine frei geschwommen und dann ging es hin und her im Zick sagt mal in die richtige Richtung Richtung Offenmissmeer Dann wieder in die falsche Richtung Richtung Hafen Und jetzt liegt er wieder auf einer Sandbank fest.
00:12:30: Gehen wir noch mal zurück in diesen hoffnungsvollen Morgen.
00:12:33: Heute unsere Reporterin Charlotte Marke ist ins Flugzeug gestiegen und hat die Spur von Timmy aus der Luft verfolgt.
00:13:33: Also da sah alles noch so gut aus und jetzt hängt Timmy wieder fest.
00:13:38: Gehen wir live zu unserem Reporter Henning Schaftner, der dieses Wahldrama schon seit Wochen verfolgt.
00:13:47: Hängt er an derselben Sandbankfest oder einer anderen?
00:13:52: Nein.
00:13:53: Hallo, Thomas!
00:13:58: Die Kürchsee ist kompliziert.
00:14:00: Er hinkt bis heute Morgen um sieben Uhr auf einer Sandbank fest.
00:14:06: Einigermaßen mittig in der Kirchsee liegt.
00:14:09: Er befreit sich dann mithilfe des Hochwassers, wir haben also eine Nord-Ostwindlage und sehr viel Wind draußen.
00:14:15: Wir haben teilweise windstärke Acht und das wühlt natürlich die Ostsee auf und damit drückt das Wasser auch in die Wismarabucht und dann in die Kirchsee.
00:14:24: Also das Hochwasser hat dafür gesorgt dass Timmy sich heute morgen freischwimmt.
00:14:30: So, er schwamm dann in der Bucht immer wieder mal links, mal rechts.
00:14:33: Er schwamm hin und her mal hoch, mal runter hat aber den Weg nach draußen nicht gefunden.
00:14:37: hier im Hafen wurde es denn heute Morgen sehr hektisch.
00:14:40: das heißt also die ganzen Einsatzkräfte sind eingetroffen und sind dann sofort zu ihren Booten um Timmy dann nach draußen zu begleiten bzw.
00:14:49: zu leiden Denn er hatte den Weg aus der Kirchsee in die Wismarra-Bucht nicht von alleine gefunden so als dann mehrere Boote bei ihm waren.
00:14:59: Schwammt er denn immer noch hin und her?
00:15:01: Und sein Problem ist, er muss durch die Fahrrinne raus.
00:15:05: Die Fahrrinner hat vier Meter Wassertiefe.
00:15:07: Alles andere, wenn man jetzt von meiner Seite aus nach hinten in die Bucht guckt... Ist die Buch zwar oben sehr breit aber es gibt nur ein Nadelöhr um dort rauszukommen.
00:15:19: Das ist die Fahrinne!
00:15:21: Timmy hat den Fehler gemacht.
00:15:22: Er hat sich rechtzeitig der Kirchsee orientiert.
00:15:26: Oben ist also eine Art Haken.
00:15:28: Die Einheimischen nennen das hier Haken, ich habe es jetzt mal so ne Spange genannt und da ist eine kleine Sandbank vorgelagert und da hat er sich wieder festgelegt.
00:15:39: Das heißt diese ganzen aufwendigen Vorbereitungen mit Luftkissen
00:15:43: usw.,
00:15:44: um ihn frei zu bekommen?
00:15:45: Die sind vielleicht gar nicht nötig sondern man braucht einfach einen besseren Geleitschutz!
00:15:51: Naja, also Herr Backhaus hat das immer als Plan A beschrieben.
00:15:55: Also das heißt diese ganzen Vorbereitung mit Pontons, mit Luftkissen, mit Netzen und so weiter.
00:16:01: Und hatte aber auch immer gesagt wir haben einen Plan B in der Schublade.
00:16:04: dass dieser Plan b so aussieht wenn sich Timmy freischwimmt, dass man ihn denn mit Boden aus die aus aus der Kirchsee über die Wissmacher Wucht in die Ostsee begleitet So habe ich den Plan B immer verstanden.
00:16:17: Aber dass ich Timmy erneut fest setzt Ich glaube, damit hat jetzt auch keiner so genau gerechnet.
00:16:23: Das heißt Plan B hat auch nicht so richtig funktioniert?
00:16:25: Gibt es auch einen Plan C?
00:16:28: Das habe ich hier in Backhausfohlen gefragt und er sagt, wir sind eigentlich immer noch im Plan A aber das ist natürlich jetzt seine Art die Dinge zu sehen.
00:16:37: Aber auf jeden Fall der Plan mit den Pontons und Timmy mit einem Netz zu befreien wie wir das in den letzten Tagen verfolgt haben.
00:16:47: Der ist jetzt erstmal gescheitert.
00:16:50: Aktuell sieht es so aus, dass Sie also mehrere Einsatzbesprechungen gemacht haben und der Backhaus hat uns vorhin auch noch mal in Kenntnis gesetzt und er hat uns aufgeklärt, dass sie jetzt versuchen nochmal vorsichtig minimal invasiv, vorsichtig mit Schlauchbooten an Timmy heranzukommen und ihn zu animieren, zu motivieren sich wieder zu befreien.
00:17:14: Allerdings hat der Backhaus auch klargestellt, dass Timmy im Moment floated.
00:17:18: Also das heißt er hat immer noch genug Wasser um sich zu befreien und sein eigenes Gewicht drückt also nicht auf die Sandbank.
00:17:26: Das Problem ist jetzt aber, dass der Wind nachlässt und je mehr Wind nachlässt desto weniger Wasser drückt jetzt in die Bucht.
00:17:33: Das heißt, Timmy wird dann doch irgendwann wenn er jetzt da liegen bleiben sollte und sich nicht selbst befreien kann, wird dann wieder etwas fester auf die Sandbank gedrückt und dann müssen wir einfach mal sehen.
00:17:44: also wenn er sich dann total freiliegt, dann würde es tatsächlich kritisch.
00:17:48: Und ich habe vorhin auch hier im Hafen bei der ganzen Bewegung, bei der Hektik, die hier war, sagte denn auch hab' ich mitbekommen dass Die hawaiianische Tierärztin, die extra eingeflohen wurde.
00:18:00: Die rief immer Hurry up!
00:18:02: Also sie sind hier schon alle sehr aufgeregt und bemüht so schnell wie möglich Timme jetzt aus dieser misselichen Lage zu befreien weil es tatsächlich die Zeit wird knapp.
00:18:13: Also heuer-hawaiianische Tierärztin, wie gesagt.
00:18:16: Das wird ja auch alles immer verrückter!
00:18:19: Kann es sein dass diese Orientierungslosigkeit die bei Timmy ja offensichtlich herrscht?
00:18:24: Auch durch diesen ganzen Stress verursacht wird?
00:18:26: das sind ja Jetskeys die daran fahren und Boote und Schlauchboote und dann wieder abgedeckt und da wieder bewässert usw.
00:18:35: Das kann natürlich sein.
00:18:36: aber man muss ja auch sagen Timmy hat sich jetzt insgesamt das fünfte mal auf einer Sandbank festgespommen.
00:18:45: Und schon nach dem dritten Mal sagten die Tierärzte und die Wahlexperten, das ist nicht normal!
00:18:52: Dass ein Wal sich so oft festschwimmt, da stimmt irgendwas mit dem Wal.
00:18:56: Der ist krank der hat irgendwas.
00:18:58: So jetzt ist es das fünfte mal.
00:18:59: also ob da jetzt die ganzen Umstände wie die Bagger arbeiten wie die Jetskeys da einen Einfluss drauf gehabt haben ich weiß es nicht.
00:19:10: Auf jeden Fall Wir sind jetzt beim fünften Mal und irgendwas ist mit diesem Tier, was da nicht stimmt.
00:19:16: Liegt die Verantwortung für die ganze Rettungsaktion jetzt eigentlich ausschließlich bei dieser Initiative der Millionäre oder spricht die Landesregierung da auch noch ein Wörtchen mit?
00:19:27: Nein Herr Backhaus betont immer wieder dass die Verantwortung über das Tier bei der Initiative liegt.
00:19:35: Das Land hat keine Verantwortung.
00:19:38: Es geht um eine sogenannte Inopputnahme.
00:19:41: Wenn dieses Tier, wenn es jetzt in einem Netz transportiert wird, dann hat man ein Wildtier in Obhut genommen und ist automatisch für dieses Tier verantwortlich.
00:19:52: Damit ist das Land Mecklenburg-Vorpommern erst mal raus.
00:19:55: Aber Herr Backhaus ist natürlich immer sehr nah an dieser Initiative dran, an den Planungen die das Konzept von der Planung abweicht, müssen die Behörden das dokumentieren und gegebenenfalls einschreiten.
00:20:14: Und das erstmal wieder erneut genehmigen.
00:20:16: Das war auch in der Vergangenheit das Problem in den letzten beiden Tagen, dass es immer wieder zu kleinen Verzögerungen kamen.
00:20:25: In der Summe wahrscheinlich schon etwas mehr aber es kam immer wieder zur Verzögernung weil im Rahmen dieser Planungen es zur Abweichung kamen und die mussten neu genehmigt werden.
00:20:35: von der Behörde.
00:20:36: Ja, trotzdem schon auch bemerkenswert.
00:20:38: Dass die Verantwortung da an eine Privatinitiative abgegeben wird.
00:20:42: Lass uns doch mal aufs Wetter kommen!
00:20:44: Du hast es schon angedeutet, dass der Pegel sinken könnte... Aber ich habe in einer Vorhersage gelesen, dass schwere Sturmbönen auch erwartet werden.
00:20:54: Wäre das eher gut für den Wahl?
00:20:57: Wenn Wellen kommen oder eher schlecht für die Rettungsmaßnahmen weil die Welle zu hoch sind?
00:21:08: Der Plan war ja ursprünglich, dass man eigentlich den Wahl jetzt schon gerne auf der Ostsee gehabt hätte.
00:21:16: Wäre der Wahl mit dem Proton auf der Oste, dann müsste die ganze Konstruktion mit insgesamt teilweise in den Bühnen mit acht Windstärken kämpfen und Wellen bis zu zwei Meter fünfzig hoch mitten auf der Ossee.
00:21:29: das wäre schon eine Herausforderung für die Rattungskräfte geworden.
00:21:33: Die Situation, die wir jetzt haben ist, Wir haben eine Nordostwindlage, dass der Wind über die Ostsee rüberkommt und das Wasser in die Bucht drückt.
00:21:45: Also Wellen haben wir im Moment gar nicht.
00:21:46: Das ist gar nicht das Problem!
00:21:48: Es ist ja ne vorgelagerte Insel.
00:21:50: Und
00:21:50: d.h.,
00:21:54: wir kriegen den Wind zu spüren.
00:21:55: Aber was wichtig ist, ist, daß der Wind das Wasser hereindrückt Und wir haben den Peak des Windes.
00:22:03: Den haben wir jetzt mittags um zwölf, ein Uhr und dann nimmt der Wind wieder ab und die weniger Wind hier haben, desto weniger Wasser drückt in die Bucht und kann Timikan auftrieb geben.
00:22:15: Gibt es immer noch viele Schaulustige?
00:22:19: Ja so langsam fühlt sich der Hafen links und rechts um mich herum Es kommen immer mehr Leute zu uns.
00:22:26: aber man muss auch sagen... Wir haben inzwischen an den Ufern, meine Kollegin Isabel Pfannkuchen hat gerade darüber berichtet dass tatsächlich die Polizei am Ufer schon dafür sorgt das nicht zu viele Schaulüstige sich sammeln.
00:22:39: Wir haben immer noch einen Umkreis von fünfhundert Metern Sperrbezirk.
00:22:43: Das heißt es darf sich keiner dem Wahl außer die Rettungskräfte nähern auch wir Journalisten nicht.
00:22:49: Aktuelle Informationen von unserem Wahreporter Henning Schaftner.
00:22:55: Vielen Dank und du hättest natürlich weiter die Stellung, während wir alle die Daumen drücken für Timmy den Wahl.
00:23:01: Und sie können alles wie schon seit Wochen mittlerweile bei uns im Livestream verfolgen.
00:23:08: Danke schön!
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